Mastix wächst nur an einem einzigen Ort der Welt in nennenswerter Qualität – auf der griechischen Insel Chios. Das glasklare Tränenharz der Mastixpistazie war im byzantinischen Reich dem Kaiser vorbehalten, in Ägypten zur Mumifizierung verwendet und ist bis heute als geschützte Ursprungsbezeichnung der EU anerkannt. Das englische Wort to masticate – kauen – leitet sich direkt von Mastix ab, da es traditionell gekaut wurde. Beim Räuchern entfaltet es einen frisch-harzigen, leicht zitronigen und balsamischen Duft – klar, rein und erhebend.
Beschreibung:
Mastix (Pistacia lentiscus var. chia) ist ein kostbares Tränenharz, das aus dem Stamm der Mastixpistazie gewonnen wird. Die kleinen, transparenten bis gelblichen Harztropfen härten an der Luft zu glasklaren Körnern aus. Mastix gehört zur Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae) und wird seit über 2.500 Jahren ausschließlich auf der griechischen Insel Chios in nennenswerter Qualität produziert.
Herkunft & Verbreitung:
Das echte Mastixharz stammt fast ausschließlich aus dem Süden der Insel Chios (Griechenland), wo es im sogenannten Mastixdorf-Gebiet (Mastichochoria) angebaut wird. Die Produktion ist seit 2014 als geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.) der EU anerkannt. Die Ernte erfolgt von Hand durch Einritzen der Rinde – ein Handwerk, das seit Jahrtausenden weitergegeben wird.
Rituelle Bedeutung & Geschichte:
Mastix war in der Antike eines der wertvollsten Handelsgüter des Mittelmeerraums. Im alten Ägypten wurde es zur Mumifizierung und in Tempelritualen verwendet. In der griechischen und römischen Antike galt es als Heilmittel und Luxusgut. Im byzantinischen Reich war Mastix dem Kaiser vorbehalten. Es steht für Reinheit, Heiligung, Schutz und göttliche Verbindung. In der orthodoxen Kirche wird es bis heute als Weihrauchzusatz verwendet.
Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle (α-Pinen, β-Myrcen, β-Pinen), Triterpensäuren (Mastixsäure, Oleanolsäure), Polymere (Polymastix), Flavonoide. Natürlich und frei von synthetischen Zusätzen.
Duftprofil beim Räuchern:
Frisch-harzig mit leicht zitronigen, kiefernartigen und balsamischen Noten – klar, rein und erhebend. Der Rauch ist weiß, fein und aromatisch. In Räuchermischungen wirkt Mastix als reinigende, erhebende Kopfnote von einzigartiger Eleganz. Harmoniert hervorragend mit Weihrauch, Lavendel, Zitrusschalen, Rosmarin und anderen Mittelmeerharzen.
Mastix räuchern - Wirkung & Wirkungsweise:
Reinigend & heiligend, klärend & erhebend, fördert Konzentration und geistige Klarheit, öffnet für spirituelle Arbeit und Gebet, harmonisierend & ausgleichend, schafft eine reine, lichte Atmosphäre.
Verwendung in Räuchermischungen:
Mastix ist ein edler Bestandteil von Reinigungs- und Meditationsmischungen. Es verleiht Kompositionen eine frische, klare Note und erhöht die spirituelle Reinheit. Besonders harmonisch in Kombination mit Weihrauch und anderen mediterranen Harzen. Ideal für Gebet, Tempelrituale und tiefe Meditationen.
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Volksmedizinische Tradition:
In der mediterranen Volksmedizin war Mastix seit der Antike als vielseitiges Heilmittel bekannt. Hippokrates und Dioskurides erwähnten es in ihren Schriften. Traditionell wurde es gekaut – daher das englische Wort to masticate (kauen). Als Räucherstoff wird es ausschließlich äußerlich angewendet.
Die Angaben zur volksmedizinischen Verwendung sind rein informativ und ersetzen keine medizinische Beratung.

